Reisebericht Marrakech

Bahia Palace
Kalligraphien und Gipsarbeiten
Mosaike und Fliesen
Massive Zedernholzdecken

Reisebericht: Marrakech

Autoren: Daniela Wiese und Steffi Ingenhaag

Die Perle des Südens und gleichzeitig Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit ca. 1,50 Millionen Einwohnern. Es ist eine Stadt der Kontraste aus 1001 Nacht, die die Altstadt mit einer Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert und die neue moderne Stadt verbindet.

Menara Garten

Unsere Stadtbesichtigung fing an im Menara Garten, einem öffentlichen Stadtpark, der 1156 angelegt wurde und 100 Hektar groß ist. In der Mitte befindet sich ein Wasserbecken, welches nicht nur zum Joggen und flanieren einlädt, sondern auch als Bewässerung der Gartenanlage dient. Er besteht aus uralten Ölbäumen und ist das Ausflugsziel vieler Einheimischer und gehört zum Unesco Weltkulturerbe.

Weiter ging es an der Koutoubia Moschee vorbei, die die größte Moschee Marrakeschs ist und eine der ältesten Moscheen Marokkos, in die Altstadt und in den Bahia Palace.

Bahia Palace – außen ocker – innen oha

Ein typisch marokkanischer Palast aus dem 18. Jahrhundert, erbaut 1865 vom Großwesir Si Moussa als prachtvollster seiner Zeit in typisch maurisch-marrokanischer Bauweise.

Dieser ist tatsächlich von außen recht unscheinbar und ockerfarben – wie übrigens die gesamte Altstadt von Marrakesch. Wohingegen Casablanca als weiße Stadt gilt. Das unscheinbare Äußere ist und war ein typisches Merkmal der arabischen Welt, um weniger betuchte Mitmenschen nicht neidisch zu machen, so erklärte unser Reiseleiter. Deutlich war auch der Unterschied zu den jüdischen Häusern zu erkennen, die nach außen eher reich verziert sind.

Von innen allerdings ist die gesamte Pracht zu bewundern, leider ist jedoch keine Möblierung mehr vorhanden. Bahia bedeutet „Die Glanzvolle“.
Hier lebte Ende des 18. Jahrhunderts der Sohn Bou Ahmed, ebenfalls in den Diensten des Königs, mit seinen 4 Ehefrauen und 28 Haremsdamen. Die Zimmer der Frauen gruppierten sich um ein Atrium, Riad genannt, die des Harems um ein weiteres Riad.

Auch heute noch ist es erlaubt, mehr als eine Frau zu heiraten, allerdings muss eine offizielle Behörde zustimmen, ob z.B. die finanziellen Verhältnisse ausreichen.

 

Anschaulich wurden die Bauelemente der arabischen Welt am Beispiel des Palastes erklärt, wie:

Kalligraphien und Gipsarbeiten, Mosaike und Fliesen, Massive Zedernholzdecken

Souks, Drehort und Mittagessen

Zum Abschluss unserer Besichtigung, in der wir mitten in den Souks mit ihren hunderten Geschäften abgetaucht sind und das ein oder andere Souvenir erstanden haben, gab es ein traditionelles Mittagessen im Palais Chahramane  Restaurant Marocain.

Auf den Weg dorthin machten wir noch einen Fotostopp im Restaurant Dar Essalam, welches Drehort des Filmes „Der Mann, der zuviel wusste“ aus dem Jahr 1954 von Alfred Hitchcock mit Doris Day war.

Marrakesch – die Stadt zwischen Moderne und 1001 Nacht - ist wirklich eine Reise wert und lohnt sowohl als Städtereise- als auch Rundreiseziel!